WEISSENFELS/MZ/ANK - Zumindest 25 Unternehmer aus dem Burgenlandkreis seien prinzipiell nicht gegen die Einführung eines staatlichen Mindestlohns. Sie könnten sich nicht vorstellen, dass ihre Firmen daran zugrunde gehen würden. Allerdings sprächen sich vor allem Inhaber kleiner Firmen dafür aus, einen Mindestlohn schrittweise und nicht ad hoc einzuführen. Das sagte gestern Abend Anke Luksch. Damit fasste sie die Ergebnisse von vier Gesprächsrunden zusammen, zu denen der Kreisverband Die Linke im Oktober eingeladen hatte. In Zeitz, Naumburg, Nebra und Weißenfels wurde mit insgesamt 25 Unternehmern jeweils im kleineren Kreis das Thema Mindestlohn debattiert. Denn für ihn setzt sich Die Linke ein. Das machte gestern auch der Bundestagsabgeordnete Roland Claus deutlich. Er war Gast einer Konferenz im Wintergarten des Kulturhauses in Weißenfels, die den Abschluss der Gesprächsrunden bildete. Allerdings war das öffentliche Interesse an der Veranstaltung eher gering. Gunter Schneider, Kreisvorsitzender der Linkspartei, zählte elf Gäste. Während sowohl Die Linke als auch die Gewerkschaften für Mindestlohn plädieren, lehnt ihn die Industrie- und Handelskammer ab.