4. September 2009

"Claus will Kompromiss mitsuchen" (Mitteldeutsche Zeitung, Zeitzer & Weißenfelser Ausgabe vom 04.09.2009)

THEISSEN/MZ/ZE - Roland Claus, Bundestagsabgeordneter der Linken, will sich an der Kompromisssuche im Streit um den Zertifikateerwerb für die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag) beteiligen. Das habe er bei einem Besuch im Unternehmen und im Gespräch mit Geschäftsführer Joachim Geisler am Dienstag zugesagt, geht aus einer Pressemitteilung des Abgeordneten hervor.

Claus, der am 27. September wieder für den Bundestag kandidiert, sieht nach der Wahl Chancen für eine Lösung im Sinne der Mibrag. Das Unternehmen muss im Jahr nahezu 30 Millionen Euro für den Kauf der Zertifikate wegen hohen Kolendioxid-Ausstoßes vor allem im Kraftwerk Mumsdorf aufwenden. Man habe gegenüber der Mibrag die "Kohle-Position" der Linken im Burgenlandkreis deutlich gemacht. Demnach sei Braunkohleveredlung und -verstromung für einen Übergangszeitraum, in dem Gewinne unter anderem zur Entwicklung von Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen eingesetzt werden, zu akzeptieren, heißt es in der Pressemitteilung.

Damit vertritt die Linke im Burgenlandkreis mit ihrer zustimmenden Haltung zu einem möglichen neuen Tagebau eine andere Position als sonst in der Partei. Die wendet sich wie im Egelner Gebiet in Sachsen-Anhalt oder in Brandenburg gegen neue Tagebaue.