23. September 2009

Auf dem Gewerkschaftsprüfstand

Sechzig IG-Metall- und IGBCE-Mitglieder im Saal der Volkssolidarität in der Hettstedter Straße in Halle-Neustadt am 22. September, im Podium die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN aus Halle. Roland Claus vertrat Petra Sitte, die eigentlich dorthin gehört hätte, aber einen anderen ebenso interessanten Termin wahrnahm. Die FDP fehlte - hier hatte sich eine Vertretung für Cornelia Pieper, wie es hieß, nicht finden lassen. Jedenfalls führte die Tatsache, dass sich die LINKEN gut koordiniert auch einmal gegenseitig vertreten können, schon zum ersten Beifall im Saal. Und dabei sollte es nicht bleiben. Für alle wurde einmal mehr deutlich: Die Übereinstimmung der Programmatik der LINKEN mit allen wesentlichen Forderungen der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist unübersehbar. Mindestlohn, HARTZ IV überwinden, gegen Rente ab 67, für langes gemeinsames Lernen und damit gegen das dreigliedrige Schulsystem und die Kleinstaaterei im Bildungswesen - Roland Claus bezog knapp und eindeutig Stellung und erntete dafür laut vernehmbare Zustimmung. Auch, weil er, wenn es um die  Verantwortung für die entstandene Situation ging, sich nicht scheute, Ross und Reiter klar zu benennen.

(aufgezeichnet von Wolfram Adolphi, wiss. Mitarbeiter)