13. September 2011

Doppelter Parlamentsservice: Roland Claus und Jan Wagner (Die Linke) eröffnen gemeinsames Büro.

VON ROLAND LÜDERS

NAUMBURG - In den Räumen im Erdgeschoss des Hauses in der Naumburger Salzstraße 38 herrscht Einzugsatmosphäre, müssen doch noch manche Kartons ausgepackt werden. Mieter der Büroräume, die morgen mit einem Empfang offiziell eingeweiht werden, sind der Bundestagsabgeordnete Roland Claus und der sachsen-anhaltische Landtagsabgeordnete Jan Wagner (beide Die Linke).

Claus zu den Gründen für den Umzug von der Engelsgasse in die Salzstraße: Anlass für den Ortswechsel war der erfolgreiche Einzug Wagners ins Magdeburger Landesparlament. Für zwei Wahlkreisbüros reichte der Platz in der Engelgasse nicht aus. "Wir wollen unserem Wirken aber nicht nur räumlich eine neue Hülle geben, sondern gleichzeitig den Naumburgern einen gemeinsamen Parlamentsservice anbieten" so Claus. Überschneiden sich doch Bundes-und Landespolitik in vielen Bereichen. So bei den Kommunalfinanzen. In Magdeburg kämpft Wagner gegen Kürzungen bei den Zuweisungen für Kommunen, in Berlin setzt sich Claus dafür ein, dass sich die Einnahmesituation der Länder verbessert. "Das Geld dafür könnte aus einer Vermögensstreuer kommen", sagt der Bundestagsabgeordnete. Und verweist auf ein Phänomen der letzten Jahre: Die Zahl der Millionäre hat während der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht abgenommen, sondern ist sogar enorm angestiegen." Weitere Felder, die Claus und Wagner gemeinsam beackern wollen, sind die Auswirkungen der Arbeitsmarktreform auf den Landkreis, regionale Verkehrsprojekte oder der Kampf gegen Rechtsextremismus.