Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Roland Claus waren 47 Gewerkschaftsmitglieder der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Ortsgruppe Naumburg, am 4. und 5. Mai zu Gast im Bundestag und in Berlin.
Über diese zwei erlebnisreichen Tage möchten wir berichten. Nach angenehmer Busfahrt begrüßte uns am Bundespresseamt ein Betreuer des BPA, der uns sogleich zum Gespräch in das Besucherzentrum führte. Wir erhielten Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Mitarbeiter, die die Informationen aus der ganzen Welt sammeln und weiterleiten, größten Teils Online, die uns später über Fernsehen, Funk und Presse als Nachrichten erreichen.
Zum Gespräch mit Roland Claus, Abgeordneter des Bundestages und Fraktionsvorsitzender „Die Linke“, trafen wir uns im Paul-Löbe-Haus. Er berichtete über seine Tätigkeit im Bundestag und den verschiedenen Ausschüssen, in denen er mitarbeitet. Jetzt hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Danach ging es in den Plenarsaal, ohne Bundestagssitzung, dafür aber mit einem interessanten Vortrag zum Plenarsaal und zum Reichstag, dem geschichtsträchtigen Haus. Später, beim Gang durch das Gebäude sahen wir auch die Inschriften sowjetischer Soldaten, die sich 1945 an den Wänden verewigt hatten.
Die Besichtigung der Glaskuppel war ein besonderes Erlebnis, zumal man weit über Berlin schauen konnte, die Sehenswürdigkeiten sah und die vielen baulichen Veränderungen.
Der zweite Tag begann mit einer Stadtrundfahrt durchs Regierungsviertel, unser Betreuer erklärte uns die Stadt mit den historischen Gebäuden und den ausländischen Botschaften. An diesem Tag strahlte die Sonne, und wir standen am Ufer der Spree, sahen Reste der Berliner Mauer, die einst die Stadt teilte.
Weiter ging es in den Deutschen Dom zur Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“. In dieser Ausstellung wurde die demokratische Entwicklung im 19. Jahrhundert nach der bürgerlichen Revolution von 1848 gezeigt, und die Entwicklung im 20. Jahrhundert von der Kaiserzeit, der Weimer Republik, dem Nationalsozialismus und der deutschen Teilung nach dem 2. Weltkrieg. Das war Geschichte pur und eine sehenswerte Ausstellung.
Die letzte Etappe war der Besuch der Neuen Synagoge und die Führung im Centrum Judaicum (Stiftung Neue Synagoge Berlin) in der Oranienburger Straße. Hier erfuhren wir viel Wissenswertes über das jüdische Leben in Berlin und den Holocaust.
Wir bedanken uns bei Roland Claus für diese Einladung, die uns Einblicke in die politische Arbeit ermöglichte und für die schönen Erlebnisse, die uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden und zum Nachdenken anregen. Wir wünschen Gesundheit und Erfolg.
Aufgeschrieben von Barbara Mäusling.