Am Nachmittag nahm Roland Claus an der "Tafel-Runde" der Weißenfelser Tafel e.V. teil. Dort sollten die Bundestagskandidaten aller Parteien die Gelegenheit bekommen, ihre politischen Ziele vorzustellen und auf die Fragen des Publikums zu antworten. Der FDP-Kandidat war gar nicht erst erschienen. Die Kandidaten von SPD, Maik Reichel, und CDU, Dieter Stier, hatten sichtlich Mühe, die verkorkste Politik ihrer Parteien im Bundestag zu verteidigen.
Bevor es losging, nutzte Roland die verbleibende Zeit für einen Rundgang durch das Tafel-Gebäude. Dort werden nämlich von ehrenamtlichen Kräften und Spendern nicht nur täglich viele warme Mittagessen für Bedürftige angeboten, sondern auch zahlreiche weitere Aktivitäten, zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung, Ferienabenteuer mit Lagerfeuer oder Spielenachmittage. Besonders gefallen hat Roland der Werkraum, in dem pensionierte Lehrer mit den Kindern basteln und werkeln. Solche Angebote von ehrenamtlich tätigen Menschen sind dringend notwendig für viele arme Familien.
Das Fehlen von Nachmittagsbetreuung und von kostenlosen Arbeitsgemeinschaften für Schulkinder war dann auch gleich Thema in der Diskussionrunde. Roland fand uneingeschränkte Zustimmung beim Publikum für seine Forderung nach Gesamtschulen mit Ganztagsbetreuung nach dem Vorbild der POS, was augenzwinkernd mit Pisa-ohne-Schwierigkeiten übersetzt wird.
Große Sorgen machten sich die Gäste der Veranstaltung über die Zukunft von Jugendlichen aus armen Familien, die oft ohne jede Zukunftschance sind. Als einziger der drei Kandidaten setzt sich Roland dafür ein, Hartz IV zu überwinden und eine soziale Grundsicherung einzuführen. Denn gerade im Osten, wo der Anteil der Hartz-IV-Abhängigen und Beschäftigten mit Niedriglöhnen am höchsten ist, müssen die Menschen diesem entwürdigenden System endlich entkommen können. Reichel und Stier hatten dazu nicht viel zu sagen und drückten sich um klare Aussagen, genau so wie beim Thema Krieg in Afghanistan. Viele Tafel-Gäste waren empört über den Militäreinsatz der Bundeswehr, denn von deutschem Boden sollte nie wieder Krieg ausgehen. Außerdem wünschen sich die Menschen, dass die Milliardenausgaben für den Krieg lieber für den Kampf gegen Armut ausgegeben werden. Roland machte auch hier die beste Figur, denn nur er konnte ganz klar sagen: Raus aus Afghanistan, und zwar so schnell wie möglich! Natürlich hat Roland daher auch den längsten Applaus bekommen und nach der Diskussionsrunde von vielen Gästen Zuspruch und beste Wünsche für die Bundestagswahl erhalten.
(notiert vom Team Roland Claus)