13. März 2017

Die Agrargenossenschaft - eine demokratische Alternative zum Geschacher von Agrarinvestoren um landwirtschaftliche Kapitalgesellschaften?

Am 20. Februar 2017 fand im Agrarunternehmen Barnstädt e.G. eine Diskussionsveranstaltung zu Thema:

Die Agrargenossenschaft - eine demokratische Alternative zum Geschacher von Agrarinvestoren um landwirtschaftliche Kapitalgesellschaften?

mit MdB Ralph Lenkert und MdB Roland Claus statt. 

Der Agrarsektor ist in den letzten Jahren für kapitalstarke Investoren angesichts der Finanzkrise und sinkender Renditen in den Finanzmärkten interessant geworden. Besonders die Beteiligung bzw. der Erwerb kapitalbestimmter Agrargesellschaften (GmbH, AG) sorgt in den ländlichen Regionen für Diskussionen. Mit dem Aufkauf von Anteilen oder gleich ganzen landwirtschaftliche Betrieben durch landwirtschaftsfremde Investoren gehen regionale Bezüge verloren, Fremdbestimmung nimmt zu und vor Ort erwirtschaftete Gewinne fließen in andere Regionen ab.


Welche Chance bietet eine Agrargenossenschaft als demokratisches Gegenkonzept
zu kapitaldominierten Betriebsformen?
Welchen Einfluss haben Agrargenossenschaften auf die regionale Entwicklung und
die Lebensverhältnisse in den Dörfern?
Welche Maßnahmen brauchen wir gegen den meistbietenden Ausverkauf der Äcker
und Wiesen in der Region.
Wie kann die ortsansässige, nachhaltige Landwirtschaft gestärkt werden?
Welche Möglichkeiten haben Landeigentümer, auf die Bewirtschaftung ihrer Flächen
Einfluss zu nehmen (In der evangelischen Kirche werden z. B. öffentlich Kriterien für
die Landverpachtung kircheneigener Flächen diskutiert?


Unter anderem stehen diese Fragen zum landwirtschaftlichen Strukturwandel in Ostdeutschland zur Diskussion.