Amnesty International? Da werden doch sicherlich unangenehme Fragen gestellt, dachte wohl so manch Mitbewerber der Koalitionsparteien. Jedenfalls erschienen nur die Bewerber der Opposition: FDP, Grüne und LINKE. Fragen wurden auch gestellt, allerdings gingen die Moderatoren weder auf die Beteiligung deutscher Truppen am Krieg in Afghanistan ein noch etwa auf das Irakkrieg-Flüchtlingskontingent, sondern es gab – ich hatte es auch kaum anders erwartet – eine engagiert geführte Diskussion zum Thema „DDR - Unrechtstaat?“. Meine Position dazu ist klar: Die DDR war kein Unrechtsstaat. Ich bin der einzige Kandidat im Bundestagswahlkreis 74, der diese Position vertritt, und ich bin gerne bereit, sie im persönlichen Gespräch jedem darzulegen - wie gestern bei der Veranstaltung mit vier Gästen geschehen. Zur aktuellen Flüchtlingsproblematik, um die es laut Einladung von Amnesty International eigentlich hatte gehen sollen, ist meine Position ebenso klar: Die Ursachen dafür, dass Menschen zu Flüchtlingen werden, müssen vor Ort beseitigt werden, und der reiche Norden trägt für die dazu notwendigen Hilfeleistungen eine große Verantwortung.
Ihr
Roland Claus